Gustav Klimt als Sammler
Leidenschaft und Inspiration
Wie viele seiner Künstlerkolleg*innen sammelte Gustav Klimt (1862–1918) auch japanische, chinesische und afrikanische Artefakte und Kunstobjekte. Fotografien von Moriz Nähr (1859–1945) aus Klimts Ateliers in der Josefstadt und in Hietzing zeigen, dass der Maler zahlreiche Ethnografika gemeinsam mit seiner Bibliothek zur Kunst verschiedener Weltregionen sowie Werken von Zeitgenossen in einem von Josef Hoffmann (1870–1956) entworfenen Schrank aufbewahrte. Ein Teil seiner Sammlung, insbesondere seine ostasiatischen Gewänder und Textilien, ging nach seinem Tod in den Besitz von Emilie Flöge (1874–1952) über und wurde bei einem Brand ihrer Wohnung im Jahr 1945 leider zerstört. Nichtsdestotrotz haben sich über fünfzig Preziosen erhalten und sind heute als Dauerleihgaben im Leopold Museum beheimatet. Die Objekte inspirierten Klimt zu ägyptischen, aber vor allem fernöstlichen Bildmotiven, die er ab 1912 vermehrt in seinen Ölgemälden integrierte.





