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ONLINESAMMLUNG

Plakat zur XVI. Ausstellung der Wiener Secession, 1902/03

Leopold Museum,
Wien
Farblithografie auf Papier
95×31,4×0,1 cm

Künstler*innen

  • Alfred Roller

    (Brünn 1864–1935 Wien)

  • Lithografie und Druck Albert Berger, Wien
Leider derzeit nicht ausgestellt
Alfred Roller (1864–1935) kam aus Brünn nach Wien, studierte dort an der Akademie der bildenden Künste und wurde Mitbegründer und Präsident der Wiener Secession. Während seiner Mitgliedschaft war er Gestalter von Ausstellungen und Plakaten. Wie auch bei diesem Plakat, das er anlässlich der XVI. Ausstellung der Wiener Secession 1903 entwarf, zeigte er neben der vereinfachenden, flächigen Stilisierung einen hohen Grad ornamentaler Abstraktion. Nur wenige Jahre nach der Veröffentlichung der Farblithografien von Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901) griff die Plakatbegeisterung auf ganz Europa über. Typisch für die Plakate, die um 1900 von Künstler*innen in Wien entworfen wurden, waren die verzerrte Schrift und die dissonanten Farbakkorde, die zu einer abstrakt wirkenden Komposition führten. Roller gelang es durch eine Art visueller Attacke, die Aufmerksamkeit auch Desinteressierter zu fesseln. Seine unkonventionelle Farb-Nachbarschaft ruft Irritation und damit eine intensivere Wahrnehmung hervor.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
  • Entwurf: Alfred Roller
  • Ausführung: Lithografie und Druck Albert Berger, Wien
Titel
Plakat zur XVI. Ausstellung der Wiener Secession
Datierung
1902/03
Kunst­strömung
Jugendstil
Kategorie
Grafik
Material​/Technik
Farblithografie auf Papier
Maße
95×31,4×0,1 cm
Signatur
Sign. u. dat. im Stein re. u.: ALFRD ROLLER.1902.
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 3027
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Literatur­auswahl
  • Wien 1900. Aufbruch in die Moderne, hrsg. von Hans-Peter Wipplinger, Wien 2019 (Ausst.-Kat. Leopold Museum, Wien, ab 15.03.2019).
  • Wien 1900. Sammlung Leopold, hrsg. von Diethard Leopold/Peter Weinhäupl, Wien u.a. 2009.
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i
Dr. Rudolf Leopold, Wien (o.D.);
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (1994).

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