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ONLINESAMMLUNG

Stehende Dame nach rechts, die Hände vom Umhang verdeckt. Studie zu Bildnis Margaret Stonborough-Wittgenstein, 1904

Leopold Museum,
Wien
Schwarze Kreide auf Japanpapier
55,2×34,9 cm

Künstler*innen

  • Gustav Klimt

    (Baumgarten bei Wien 1862–1918 Wien)

Leider derzeit nicht ausgestellt
Rund 30 Studien sind für das 1905 entstandene Gemälde Bildnis Margaret Stonborough-Wittgenstein überliefert. Für diese Serie, deren Entstehung bereits im Jahr 1904 durch Korrespondenz belegt ist, verwendete Gustav Klimt (1862–1918) erstmals Japanpapier statt wie bisher Packpapier, behielt aber gleichzeitig noch den Kreidestift bei, den er kurz darauf gegen den dünneren Bleistift austauschte. Ein ganz spezieller Materialeffekt war die Folge. Das Blatt entstand in einem der Ausführung sehr nahe kommenden Entwurfsstadium, wenngleich seitenverkehrt. Diese Ähnlichkeit zeigt sich etwa in der nach unten glockenförmig verbreiternden Gesamtkontur des Kleides, die auch im Bild zur Ausführung kam, im gemusterten Umhang, der hier allerdings abweichend von der Ausführung die Schultern bedeckt zu sehen war und von Klimt dann wieder abgeschwächt wurde. Der für fast alle Vorstudien typische Blickkontakt der Dargestellten mit dem Betrachter wich in der gemalten Version hingegen einem in die Ferne gerichteten Blick.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
  • Gustav Klimt
Titel
Stehende Dame nach rechts, die Hände vom Umhang verdeckt. Studie zu Bildnis Margaret Stonborough-Wittgenstein
Datierung
1904
Kunst­strömung
Jugendstil, Symbolismus
Kategorie
Grafik
Material​/Technik
Schwarze Kreide auf Japanpapier
Maße
55,2×34,9 cm
Signatur
Stempel in lila li. u.: GUSTAV KLIMT NACHLASS
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 1352
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Literatur­auswahl
  • Gustav Klimt. Die Sammlung im Leopold Museum, hrsg. von Tobias G. Natter/Elisabeth Leopold, Ostfildern 2013 (Bestandskatalog des Leopold Museum: Band 1).
  • Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1904-1912, Salzburg 1982.
Werk­verzeichnis
  • Strobl Bd. 2/1982: 1267
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i

Nachlass Gustav Klimt, Wien (1918); (1)
Helene Donner, Wien (o.D.);
Dr. Rudolf Leopold, Wien (1957-1994); (2)
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (1994).

  1. Nachlass-Stempel »GUSTAV / KLIMT / NACHLASS« vorne links unten
  2. Sonja Niederacher, Dossier zu Gustav Klimt. 26 Zeichnungen aus dem Eigentum von Helene Donner, 31.01.2018; Graphische Sammlung Albertina, Katalog zu: Gustav Klimt. 1862-1918. Zeichnungen, Gedächtnisausstellung 16. Oktober bis 16. Dezember 1962, Wien 1962, Nr. 94

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