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ONLINESAMMLUNG

„Hinabschauender“. Detailstudie zum Entwurf für ein Wandbild im Wiener Krematorium (unausgeführte Variante), 1924

Leopold Museum,
Wien
Öl auf Leinwand
54×45 cm

Künstler*innen

  • Anton Kolig

    (Neutitschein/Nový Jičín 1886–1950 Nötsch im Gailtal)

Leider derzeit nicht ausgestellt
Dargestellt ist eine sich niederbeugende Jünglingsfigur mit einem Helm auf dem Kopf und einer Sense in der Hand. Der auf dem Knie aufgestützte Unterarm und der leicht verdrehte Rumpf suggerieren eine aktive, dynamische Bewegung. Die Gestalt des Hinabschauenden stellt ein Motiv dar, das Anton Kolig (1886–1950) für die Haupthalle des von Clemens Holzmeister errichteten Krematoriums in Wien für ein großes Wandbild konzipiert hatte. Die dreiteilige Komposition sah in der Mitte die Darstellung des Entschwebenden vor, begleitet auf der linken Seite von einem bekleideten Mann, dem sogenannten Sozialdemokraten, und auf der rechten Seite den Hinabschauenden. Mit der Sense erklärt sich seine Funktion als Symbol des Todes. Statt als Totenskelett wie in der traditionellen Ikonografie erscheint bei Kolig der Sensenmann in Gestalt eines athletischen Jünglings, womit er eine innovative individuelle Bedeutung einführte.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
Titel
„Hinabschauender“. Detailstudie zum Entwurf für ein Wandbild im Wiener Krematorium (unausgeführte Variante)
Datierung
1924
Kunst­strömung
Nötscher Kreis
Kategorie
Gemälde
Material​/Technik
Öl auf Leinwand
Maße
54×45 cm
Signatur
Sign. Mi. re.: A K
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 170
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Literatur­auswahl
  • Anton Kolig, hrsg. von Hans-Peter Wipplinger, Köln 2017 (Ausst.-Kat. Leopold Museum, Wien, 22.09.2017-08.01.2018).
  • Otmar Rychlik: Anton Kolig 1886-1950. Das malerische Werk, Wien 2001.
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i

Galerie Würthle, Wien (1925); (1)
Fritz Laminger, Villach (vor 1981);
Rudolf Leopold, Wien (1981-1994); (2)
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (1994).

  1. Galerie Würthle, Katalog zu „Anton Kolig“, Wien 1925, Katalognummer 14; Richard von Schaukal, Anton Kolig, in: Der Cicerone 6, 1925, S. 315.
  2. Archiv des Leopold Museums, Kaufvertrag vom 22.04.1981

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