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ONLINESAMMLUNG

Stillleben mit Äpfeln und Weintrauben, 1912

Leopold Museum,
Wien
Öl auf Leinwand
49,2×63,5 cm

Künstler*innen

  • Anton Kolig

    (Neutitschein/Nový Jičín 1886–1950 Nötsch im Gailtal)

Derzeit ausgestellt im EG
In den Jahren 1911 bis 1913 schuf der Maler Anton Kolig (1886–1950) eine ganze Serie von Stillleben. Anhand unbewegter, stiller Dinge erkundete der Künstler malerisches Neuland. Koligs Malweise ist skizzenhaft. Die dynamisch gesetzten Farbflecke konstituieren die Motive und verweisen auf die Unmittelbarkeit im Farbauftrag. Im Stillleben mit Äpfeln und Weintrauben ist der Bildausschnitt enger. Effektvoll stellt der Maler die Spiegelung des Obstes auf der glatten Tischfläche dar, die durch die Inszenierung des Lichtes eingefangen wurde. In einer dynamischen Pinselsprache entwickelt der Maler mit Schraffuren und Flecken seine Gegenstände. Diese Malweise der Stillleben demonstriert deutlich die Verbindung zu Paul Cézanne (1839–1906), dessen Werk Kolig in Paris intensiv studieren konnte. Im Herbst 1912 erhielt er gemeinsam mit Franz Wiegele (1887–1944), ein von Carl Moll (1861–1945) vermitteltes Stipendium der Kathi-Fröhlich-Stiftung, das ihm einen Aufenthalt in Frankreich ermöglichte.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
Titel
Stillleben mit Äpfeln und Weintrauben
Datierung
1912
Kunst­strömung
Expressionismus, Nötscher Kreis
Kategorie
Gemälde
Material​/Technik
Öl auf Leinwand
Maße
49,2×63,5 cm
Signatur
Sign. u. dat. re. u.: A. Kolig 1912
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 507
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Literatur­auswahl
  • Anton Kolig, hrsg. von Hans-Peter Wipplinger, Köln 2017 (Ausst.-Kat. Leopold Museum, Wien, 22.09.2017-08.01.2018).
  • Otmar Rychlik: Anton Kolig 1886-1950. Das malerische Werk, Wien 2001.
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i

Rudolf Leopold, Wien (vor 1981-1994); (1)
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (1994).

  1. Archiv des Leopold Museums, Schreiben der Kärntner Landesgalerie an Dr. Rudolf Leopold vom 04.03.1981.

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