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ONLINESAMMLUNG

Thaddäus und Tontschi („Die zwei ältesten Kinder des Künstlers“), 1917

Leopold Museum,
Wien
Öl auf Karton
39,7×49,8 cm

Künstler*innen

  • Anton Kolig

    (Neutitschein 1886–1950 Nötsch im Gailtal)

Leider derzeit nicht ausgestellt
Mitten im Ersten Weltkrieg malt Anton Kolig (1886–1950) das eindringliche Doppelporträt seiner zwei ältesten Kinder. Auf dem nahsichtigen Bildnis sind der Sohn Thaddäus (1911–1975) und seine in Paris geborene Tochter Marie Antoinette (1912–1980), genannt Tontschi, dargestellt. Vor einem diffusen Hintergrund sind die beiden Kinder dicht aneinandergeschmiegt. Ihre dunklen Körper stehen in Kontrast zu ihren hellen Gesichtern, die schwer gezeichnet sind. Zum Zeitpunkt der Entstehung hielten sich die beiden bei ihren Großeltern in Neutitschein auf. Vor dem Hintergrund der Kriegsereignisse und getrennt von der Mutter sind die Geschwister in einer schwierigen seelischen Verfassung. Der siebenjährige Junge blickt starr und etwas entrückt, während das sechsjährige Mädchen direkt und ernst auf den Vater schaut. In dieser ärmlichen, düsteren Stimmung leuchtet ein goldener Stern auf rotem Grund am Gewand des Knaben. Als militärisches Rangabzeichen wird er Symbol für die bedrückende Kriegszeit.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
Titel
Thaddäus und Tontschi („Die zwei ältesten Kinder des Künstlers“)
Datierung
1917
Kunst­strömung
Expressionismus, Nötscher Kreis
Kategorie
Gemälde
Material​/Technik
Öl auf Karton
Maße
39,7×49,8 cm
Signatur
Dat. re. u.: April 1917
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 189
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Literatur­auswahl
  • Anton Kolig, hrsg. von Hans-Peter Wipplinger, Köln 2017 (Ausst.-Kat. Leopold Museum, Wien, 22.09.2017-08.01.2018).
  • Otmar Rychlik: Anton Kolig 1886-1950. Das malerische Werk, Wien 2001.
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i

Katharina Kolig, Nötsch (1925-1971); (1)
Sabine Weiger-Dörring, Wien (1971-1977); (2)
Dr. Rudolf Leopold, Wien (1977-1994); (3)
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (1994).

  1. Richard von Schaukal, Anton Kolig, in: Der Cicerone 6, 1925, S. 309; Friedrich Welz, Anton Kolig, Salzburg 1948: Werkverzeichnis, Nr. 67
  2. Archiv des Leopold Museums, E-Mail von Cornelius Kolig an Dr. Franz Smola (LMPS) vom 27.02.2017
  3. Archiv des Leopold Museums, Kaufbestätigung vom 19.06.1977

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