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ONLINESAMMLUNG

Zwei Vasen in Würfelform mit blauem Dekor auf Zephir, 1900

Leopold Museum,
Wien
Glas
14×14×14 cm

Künstler*innen

  • Koloman Moser

    (Wien 1868–1918 Wien)

  • Leopold Bauer

    (Jägerndorf [heute: Krnov] 1872–1938 Wien)

  • Joh. Lötz Witwe im Auftrag von E. Bakalowits Söhne
Derzeit ausgestellt im OG4
Diese zwei würfelförmige Vasen stellen ein typisches Erzeugnis der Firma Joh. Lötz Witwe dar. 1850 im damaligen Böhmen gegründet, produzierte der Betrieb in der Zeit um 1900 hochwertiges Glas, das dem neuen Geschmack des Jugendstils entsprach. Entwürfe von Designern wie Josef Hoffmann (1870–1956) und Koloman Moser (1868–1918) wurden in der bekannten Glasmanufaktur umgesetzt. Lötz arbeitete mit der Wiener Werkstätte und anderen renommierten Firmen wie J. & L. Lobmeyr, E. Bakalowits Söhne sowie den Argentor-Werken zusammen. Form und Dekor der Objekte konnten individuell bestellt werden. Die Würfelform stammt vom Architekten Leopold Bauer (1872–1938), einem Schüler von Otto Wagner (1841–1918). Besonders bekannt wurde Lötzglas wegen des irisierenden Oberflächendekors, in unserem Fall ist es opalweiß und mit dem klingenden Namen „Zephir“ versehen. Der kobaltblaue „Streifen und Flecken“-Dekor hingegen geht auf Koloman Moser zurück. Die hier verwendete Kombination von würfelförmiger Gestalt und blauem Dekor auf opalisierendem Grund ergibt eine faszinierende Gesamtwirkung im Sinne des Secessionismus.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
  • Entwurf Dekor: Koloman Moser
  • Entwurf Form: Leopold Bauer
  • Ausführung: Joh. Lötz Witwe im Auftrag von E. Bakalowits Söhne
Titel
Zwei Vasen in Würfelform mit blauem Dekor auf Zephir
Datierung
1900
Kunst­strömung
Wiener Werkstätte, Secession
Kategorie
Kunstgewerbe
Material​/Technik
Glas
Maße
14×14×14 cm
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 4257
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i
Dr. Rudolf Leopold, Wien (o.D.);
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (seit 1994).

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