Zum Inhalt springen
ONLINESAMMLUNG

„Mutterglück“. Postkarte der Wiener Werkstätte, Nr. 99, 1907

Leopold Museum,
Wien
Leopold Museum,
Wien
Farblithografie auf Karton
14×9 cm

Künstler*innen

  • Wiener Werkstätte
  • Rudolf Kalvach

    (Wien 1883–1932 Kosmonosy)

Leider derzeit nicht ausgestellt
Rudolf Kalvach (1883–1932), der die Wiener Kunstgewerbeschule von 1900 bis 1912 besuchte und dort Sitznachbar von Oskar Kokoschka (1886–1980) war, gelang 1906 der künstlerische Durchbruch: Nachdem er sich an der Gruppenausstellung Die Jungen in der Galerie Miethke beteiligt hatte, konnte Kalvach drei Gemälde sowie sechs Holzschnitte verkaufen und wurde daraufhin von der Wiener Werkstätte mit Entwürfen für Bilderbögen und Postkarten beauftragt. Die vom Künstler ausgewählten Motive changieren zwischen bizarren Tierwesen und surreal erscheinenden Menschenfiguren. Oftmals auf dunklen Hintergründen und in leuchtenden Grundfarben schuf Kalvach eine groteske, satirisch überzeichnete Wirklichkeit. Mit diesen Arbeiten löste sich der Künstler vom in Wien vorherrschenden Jugendstil los und erwies sich als Vorreiter einer expressionistischen Darstellungsweise. Die 21 produzierten Postkarten konnten im Verkaufslokal der Wiener Werkstätte am Graben erworben werden und machten Kalvach einem breiteren Publikum bekannt.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
  • Ausführung: Wiener Werkstätte
  • Entwurf: Rudolf Kalvach
Titel
„Mutterglück“. Postkarte der Wiener Werkstätte, Nr. 99
Datierung
1907
Kunst­strömung
Jugendstil, Wiener Werkstätte, Expressionismus
Kategorie
Grafik
Material​/Technik
Farblithografie auf Karton
Maße
14×9 cm
Signatur
Mon. li. o.
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 6052
Inventar­zugang
Neuzugang 2016 2017
Literatur­auswahl
  • Fantastisch! Rudolf Kalvach. Wien und Triest um 1900, hrsg. von Tobias G. Natter/Roberto Festi, Cinisello Balsamo 2012 (Ausst. Kat. Leopold Museum, Wien, 07.06.2012–10.09.2012).
Werk­verzeichnis
  • Natter/Festi 2012: 3.18
Schlag­wörter

Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Objekt haben, kontaktieren Sie uns bitte.

Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i

Galerie bei der Albertina - Zetter, Wien (2003);
Dr. Rudolf Leopold, Wien (2003-2010); (1)
Rudolf Leopold jun., Wien (2010-2017); (2)
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (seit 2017)

  1. Galerie bei der Albertina - Zetter, Katalog zu “Die Wiener Werkstätte. Ein Gesamtkunstwerk. Verkaufsausstellung zum 100. Geburtstag”, Wien 2003, S. 88
  2. Archiv des Leopold Museums, Kaufvertrag und Rechnung vom 30.03.2017

Sie haben eine Anfrage betreffend Provenienz? Kontaktieren Sie uns.