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ONLINESAMMLUNG

Komposition in Grau, Violett, Rot und Grün, um 1906–07

Leopold Museum,
Wien © Nachlass Emil Pirchan,
Sammlung Steffan/Papst,
Zürich
Tunkpapier
21,9×30,4×0,2 cm

Künstler*innen

  • Emil Pirchan

    (Brünn 1884–1957 Wien)

Derzeit ausgestellt im OG4
Emil Pirchan (1884–1957) studierte von 1903 bis 1906 Architektur in der Klasse Otto Wagners (1841–1918) an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Anschließend bemühte er sich, in der Sparte Architektur und Design Fuß zu fassen, experimentierte aber gleichzeitig in verschiedenen malerischen und grafischen Techniken – darunter mit Tunkpapieren, zu denen auch Komposition in Grau, Violett, Rot und Grün gehört. Bei mehreren Inneneinrichtungen, die er zwischen 1906 und 1910 entwarf, setzte Pirchan seine reizvollen Tunkpapiere als Wanddekorationen ein; stolz hob er hervor, dass er diese nach einem selbst entwickelten Verfahren hergestellt hatte. Anzunehmen ist zumindest, dass er dabei eingefärbte Blüten unterschiedlicher Arten und Größen auf die Malfläche aufdrückte. Das grundlegende Interesse an Tunktechniken teilte Pirchan mit etlichen Zeitgenossen, etwa mit dem „Tausendkünstler“ Koloman Moser (1868–1918), der marmorierte Blätter schuf, u. a. für Bucheinbände (z. B. Geschichten aus den Winkelgassen); Leopold Stolba (1863–1929) gewann aus den Abstoßreaktionen zwischen Fett und Wasser so manch amüsante Tierdarstellung; siehe dazu Komposition mit vier Fischen.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
  • Emil Pirchan
Titel
Komposition in Grau, Violett, Rot und Grün
Datierung
um 1906–07
Kunst­strömung
Wiener Werkstätte
Kategorie
Grafik
Material​/Technik
Tunkpapier
Maße
21,9×30,4×0,2 cm
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 8195
Inventar­zugang
Neuzugang 2024
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i

Auktion: 31.05.2024, Galerie Bassenge, Berlin, Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts, Los Nr. 6738;
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (2024); (1)

  1. Archiv des Leopold Museums, Rechnung Nr. 123-1250 vom 03.06.2024

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