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ONLINESAMMLUNG

Zwei liegende männliche Akte, 1920

Leopold Museum,
Wien
Kreide, Kohle auf Papier
53,3×38 cm

Künstler*innen

  • Anton Kolig

    (Neutitschein 1886–1950 Nötsch im Gailtal)

Leider derzeit nicht ausgestellt
Das umfangreiche malerische Werk des Künstlers Anton Kolig (1886–1950) wird ergänzt von grafischen Arbeiten auf Papier, teils Studien zur Malerei, vorwiegend autonome Blätter, deren Anzahl auf rund 2.500 geschätzt wird. In all seinen Schaffensphasen widmete sich Kolig im Medium der Zeichnung nahezu ausschließlich der Darstellung des männlichen Aktes. Allen gemein ist ein stets junger, wohlproportionierter, kraftvoller Körper. Beginnend mit den 1920er-Jahren zeigt Kolig einen expressiven Strich mit offenen Konturen, der die Modelle in Bewegung versetzt, wie auf dem Blatt Zwei liegende männliche Akte dargestellt. Eine stilistische Veränderung tritt ab den 1930er-Jahren ein, die bis zum Spätwerk kennzeichnend ist: Die männlichen Modelle zeigen ein antikisch idealisierendes Figurenideal. Der äußere betonte Umriss ist geschlossen, die zarte Binnenzeichnung akzentuiert anatomische Details und verleiht den Körpern Plastizität und Volumen. Am Bauch oder am Rücken liegend, führt uns der Künstler eine passive Rolle der Dargestellten vor. Die jungen Männer sind sich selbst überlassen, sie verharren in einer eingefrorenen Pose und setzen sich unbeteiligt dem Blick der Betrachtenden aus.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
Titel
Zwei liegende männliche Akte
Datierung
1920
Kunst­strömung
Nötscher Kreis, Expressionismus
Kategorie
Grafik
Material​/Technik
Kreide, Kohle auf Papier
Maße
53,3×38 cm
Signatur
Mon. u. dat. re. u.: A. K. - 1920
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 888
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Literatur­auswahl
  • Anton Kolig, hrsg. von Hans-Peter Wipplinger, Köln 2017 (Ausst.-Kat. Leopold Museum, Wien, 22.09.2017-08.01.2018).
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i
Dr. Rudolf Leopold, Wien (o.D.);
Leopold Museum-Privatstiftung, Wien (seit 1994).

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