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ONLINESAMMLUNG

Gefangennahme mit weinender Frau, o. D.

Leopold Museum,
Wien
Leopold Museum,
Wien
recto: Tusche auf Papier, verso: Bleistift und Aquarell auf Papier
45,5×30,6 cm

Künstler*innen

  • Rudolf Schlichter

    (Calw 1890–1955 München)

Leider derzeit nicht ausgestellt
Karikaturenhaft, zugespitzt und theatralisch konstruiert wirken die fünf Figuren, die Rudolf Schlichter (1890–1955) in seiner Tuschegrafik Gefangennahme mit weinender Frau dicht zusammengerückt aufeinandertreffen lässt. Indem er sie auf dem Blatt flächenfüllend übereinander beziehungsweise scheinbar hintereinander positioniert, wirkt die Szene räumlich.
Im Zentrum steht die Titel gebende schwarz gekleidete Frauenfigur, die aus traurigen, dunkel unterlegten Augen dicke Tränen vergießt. Trotz des züchtig wirkenden Schleiers strahlt die Figur etwas Lasterhaftes aus. Der ausgezehrte Sträfling im Vordergrund, zwei Soldaten in Gala-Uniform im Hintergrund und eine rätselhafte männliche Figur mit spitzem Profil und priesterlicher Kappe komplettieren die Szene. Mit Feder und Pinsel und einem desillusionierten, schonungslosen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse trägt Schlichter, ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit, die Tusche auf und erzielt dadurch eine erzählende Verdichtung.

Objektdaten

Künstler*in​/Autor*in
  • Rudolf Schlichter
Titel
Gefangennahme mit weinender Frau
Alternativer Titel
Verso: Einzug in Jerusalem
Datierung
o. D.
Kunst­strömung
Neue Sachlichkeit
Kategorie
Grafik
Material​/Technik
recto: Tusche auf Papier, verso: Bleistift und Aquarell auf Papier
Maße
45,5×30,6 cm
Signatur
Sign. re. u.: Rudolf Schlichter
Nennung
Leopold Museum, Wien, Inv. 1760
Inventar­zugang
Eingebracht in die Leopold Museum-Privatstiftung 1994
Schlag­wörter

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Provenienz

Provenienzforschung
im Leopold Museum i

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